Wer nach „Emilia Clarke Krankheit“ sucht, stößt häufig auf Berichte über eine dramatische gesundheitliche Geschichte. Tatsächlich erkrankte die „Game of Thrones“-Schauspielerin nicht an einer klassischen chronischen Krankheit, sondern erlitt bereits in jungen Jahren lebensgefährliche Probleme durch Hirnaneurysmen.
Kurz nach den Dreharbeiten zur ersten Staffel von „Game of Thrones“ platzte 2011 ein Aneurysma in ihrem Gehirn. Dadurch kam es zu einer Subarachnoidalblutung, also einer schweren Form der Hirnblutung. Clarke musste sofort operiert werden und kämpfte anschließend nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit erheblichen psychischen Folgen.
Während ihres Krankenhausaufenthalts entdeckten Ärzte außerdem ein zweites Aneurysma. Dieses wurde zunächst beobachtet. Nachdem es größer geworden war, sollte es 2013 behandelt werden. Dabei kam es zu schweren Komplikationen und einer erneuten massiven Hirnblutung. Eine weitere Notoperation rettete ihr Leben.
Heute spricht Emilia Clarke offen darüber, wie sehr diese Erfahrungen ihr Leben verändert haben.
Emilia Clarke Krankheit – die wichtigsten Fakten
| Thema | Fakten |
| Name | Emilia Clarke |
| Geburtsdatum | 23. Oktober 1986 |
| Bekannt durch | Daenerys Targaryen in „Game of Thrones“ |
| Erkrankung | Hirnaneurysmen |
| Erste Hirnblutung | 2011 |
| Art der Blutung | Subarachnoidalblutung |
| Erstes Aneurysma | 2011 rupturiert |
| Zweites Aneurysma | 2011 entdeckt |
| Zweite Behandlung | 2013 |
| Komplikation 2013 | massive Hirnblutung |
| Folgen | unter anderem Aphasie, Erschöpfung, Ängste und psychische Belastungen |
| Stiftung | SameYou |
| Gründung | 2019 |
| Ziel | Unterstützung von Menschen nach Hirnverletzungen |
Was für eine Krankheit hatte Emilia Clarke?
Bei der häufig gesuchten Emilia-Clarke-Krankheit handelt es sich genauer gesagt um Hirnaneurysmen.
Ein Aneurysma ist eine krankhafte Ausbuchtung an der Wand eines Blutgefäßes. Befindet sich diese Ausbuchtung an einer Arterie im Gehirn, spricht man von einem Hirn- beziehungsweise Gehirnaneurysma.
Viele solcher Aneurysmen verursachen über Jahre oder sogar lebenslang keine Beschwerden. Gefährlich wird es jedoch, wenn die Gefäßwand reißt. Dann kann Blut in den Bereich rund um das Gehirn gelangen.
Genau das passierte Emilia Clarke 2011.
Das Aneurysma platzte und verursachte eine Subarachnoidalblutung. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden kann.
Emilia Clarkes erstes Hirnaneurysma 2011
Die gesundheitliche Krise begann kurz nachdem Clarke die erste Staffel von „Game of Thrones“ gedreht hatte.
2011 bekam sie beim Training plötzlich extreme Kopfschmerzen. Untersuchungen im Krankenhaus zeigten anschließend, dass ein Aneurysma in ihrem Gehirn geplatzt war und eine Hirnblutung ausgelöst hatte.
Clarke war damals erst Mitte 20 und stand noch ganz am Anfang ihrer internationalen Karriere.
Sie musste sich einer lebensrettenden Operation unterziehen und blieb ungefähr vier Wochen im Krankenhaus.
Die Folgen waren erheblich.
Emilia Clarke litt zeitweise an Aphasie
Besonders belastend war eine neurologische Folge der Hirnblutung: Aphasie.
Dabei können Betroffene Schwierigkeiten haben, Sprache richtig zu verstehen oder selbst zu sprechen. Clarke konnte zeitweise nicht einmal ihren eigenen Namen zuverlässig nennen beziehungsweise klar ausdrücken.
Für eine Schauspielerin, deren Beruf unmittelbar von Sprache, Gedächtnis und Textlernen abhängt, war diese Situation besonders beängstigend.
Nach und nach erholte sich ihre Sprachfähigkeit jedoch wieder.
Sie konnte schließlich zu „Game of Thrones“ zurückkehren und spielte Daenerys Targaryen bis zum Ende der Serie.
Zweites Aneurysma wurde bereits 2011 entdeckt
Ein häufiger Fehler in Berichten über Emilia Clarkes Krankheit betrifft das zweite Aneurysma.
Manchmal entsteht der Eindruck, dieses sei erst 2013 entdeckt worden. Tatsächlich fanden Ärzte das zweite, zunächst nicht gerissene Aneurysma bereits während ihrer Behandlung 2011.
Da es zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht unmittelbar behandelt werden musste, wurde es zunächst medizinisch kontrolliert.
Später zeigte sich jedoch, dass das Aneurysma größer geworden war.
Deshalb entschieden sich die Ärzte 2013 für einen weiteren Eingriff.
Was passierte bei Emilia Clarkes Operation 2013?
Die Behandlung im Jahr 2013 sollte zunächst weniger invasiv erfolgen.
Über eine Arterie im Bereich der Leiste wurde ein Katheter bis zum Aneurysma geführt. Dort sollten kleine Platinspiralen, sogenannte Coils, das Gefäßproblem verschließen.
Allerdings verlief der Eingriff nicht wie geplant.
Clarke erlitt eine massive Hirnblutung und musste anschließend notfallmäßig am offenen Gehirn operiert werden.
Der zweite Eingriff war damit wesentlich schwerwiegender als ursprünglich vorgesehen.
Nach der Operation wurde unter anderem eine Drainage eingesetzt. Clarke berichtete später außerdem davon, dass Teile ihres Schädels medizinisch rekonstruiert werden mussten. Zurück blieb eine lange Operationsnarbe.
Auch nach diesem Eingriff verbrachte sie erneut mehrere Wochen im Krankenhaus.
Wie stark wurde Emilia Clarkes Gehirn geschädigt?
Clarke erklärte später offen, dass Teile ihres Gehirns infolge der Blutungen nicht mehr vollständig funktionieren.
Auf veröffentlichten Bildern ihrer Gehirnscans seien Bereiche zu erkennen gewesen, in denen das Gewebe erheblich geschädigt worden war.
Dennoch entwickelte ihr Gehirn offenbar genügend Möglichkeiten, die verlorenen Funktionen teilweise zu kompensieren.
Clarke kann heute normal sprechen, arbeiten und ihren Alltag bewältigen.
Gerade diese Tatsache erstaunte sie nach eigenen Aussagen selbst.
Denn nach den Operationen hatte sie große Angst, ihre Sprache, ihre Erinnerungen oder ihre schauspielerischen Fähigkeiten dauerhaft zu verlieren.
Emilia Clarke kämpfte mit psychischen Folgen
Die körperliche Genesung war nur ein Teil ihrer Geschichte.
Später sprach Clarke ausführlich darüber, wie sehr sie die Erlebnisse psychisch belasteten.
Nach den Hirnoperationen entwickelte sie unter anderem starke Todesängste und Panik.
Zeitweise beschäftigte sie fast täglich der Gedanke, dass sie eigentlich hätte sterben müssen.
Sie beschrieb das Gefühl, dem Tod entkommen zu sein und gleichzeitig ständig damit rechnen zu müssen, dass er doch noch zurückkehren könnte.
Besonders Kopfschmerzen konnten Angst auslösen, weil Clarke befürchtete, erneut eine Hirnblutung zu erleiden.
„Ich war dem Tod entkommen“
In späteren Interviews erklärte Clarke sinngemäß, dass sie nach den medizinischen Notfällen das Gefühl hatte, dem Tod entkommen zu sein.
Dieses Überleben führte jedoch nicht automatisch zu Erleichterung.
Stattdessen entwickelte sich eine starke psychische Belastung.
Nach der zweiten Operation schottete sie sich emotional teilweise ab und hatte Schwierigkeiten, Mitgefühl mit sich selbst zu entwickeln. Sie betrachtete ihre körperlichen Probleme zeitweise so, als habe ihr eigener Körper sie im Stich gelassen.
Auch die Angst davor, bei „Game of Thrones“ ersetzt oder entlassen zu werden, setzte sie unter Druck.
Warum ihre Arbeit für Emilia Clarke so wichtig war
Trotz dieser Ängste arbeitete Clarke weiter.
Rückblickend bezeichnete sie ihre Karriere als wichtigen Halt während der Genesung.
Die Arbeit gab ihr Struktur und half ihr, den Fokus nicht ausschließlich auf ihre gesundheitlichen Probleme zu richten.
Bei besonders stressigen Auftritten oder Drehs blieb die Todesangst allerdings bestehen.
Clarke erzählte beispielsweise von einem öffentlichen „Game of Thrones“-Termin, bei dem sie dachte, falls sie sterben müsse, würde es wenigstens live im Fernsehen passieren.
Solche Aussagen zeigen, wie groß die psychische Belastung noch lange nach den eigentlichen Operationen war.
Welche Warnzeichen kann ein Hirnaneurysma verursachen?
Viele Hirnaneurysmen verursachen überhaupt keine Beschwerden.
FOCUS nennt im Zusammenhang mit einem gerissenen Hirnaneurysma jedoch mehrere Warnzeichen, bei denen sofort medizinische Hilfe erforderlich sein kann.
Dazu gehören insbesondere:
- plötzlich auftretende, extrem starke Kopfschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Doppelbilder oder verschwommenes Sehen
- starke Lichtempfindlichkeit und Nackensteife
- Bewusstlosigkeit oder andere Bewusstseinsstörungen
Ein plötzlich einsetzender außergewöhnlich starker Kopfschmerz kann ein Hinweis auf eine akute Hirnblutung sein und sollte nicht abgewartet werden.
Wie häufig sind Hirnaneurysmen?
Hirnaneurysmen sind nicht auf Prominente wie Emilia Clarke beschränkt.
Nach den von FOCUS genannten Schätzungen könnten allein in Deutschland ungefähr 1,5 bis zwei Millionen Menschen mit einem solchen Aneurysma leben.
Viele wissen nichts davon, weil das Aneurysma keine Symptome verursacht.
Nur ein Teil dieser Gefäßveränderungen reißt tatsächlich.
Welche Behandlung notwendig ist, hängt unter anderem von Größe, Lage, Form und Wachstum des Aneurysmas sowie vom individuellen Gesundheitszustand ab.
Kann man einem Hirnaneurysma vorbeugen?
Nicht jedes Aneurysma lässt sich verhindern.
Bestimmte Faktoren können jedoch das Risiko für Gefäßprobleme beziehungsweise für das Wachstum oder Reißen eines bestehenden Aneurysmas beeinflussen.
Zu den allgemein empfohlenen Maßnahmen gehören:
- Bluthochdruck kontrollieren und behandeln lassen
- nicht rauchen
- regelmäßige körperliche Bewegung
- ausgewogene Ernährung
- Alkohol nur in moderaten Mengen konsumieren
Wer bereits ein diagnostiziertes Aneurysma hat, sollte die ärztlich empfohlenen Kontrolluntersuchungen zuverlässig wahrnehmen.
Emilia Clarke gründete SameYou
Ihre persönlichen Erfahrungen führten dazu, dass Clarke sich später öffentlich für Menschen mit Hirnverletzungen engagierte.
2019 gründete sie die Organisation SameYou.
Die Initiative beschäftigt sich insbesondere mit der Rehabilitation nach Hirnverletzungen und mit den oft unterschätzten psychischen und sozialen Folgen solcher Erkrankungen.
Clarke machte dabei immer wieder darauf aufmerksam, dass die eigentliche medizinische Notfallbehandlung nur ein Teil des Genesungsprozesses ist.
Viele Menschen kämpfen auch danach mit Ängsten, neurologischen Einschränkungen oder dem Gefühl, mit ihren Problemen allein zu sein.
Emilia Clarke machte nach ihrer Krankheit weiter Karriere
Trotz ihrer schweren gesundheitlichen Probleme setzte Clarke ihre Schauspielkarriere fort.
Sie spielte Daenerys Targaryen durch alle acht Staffeln von „Game of Thrones“ und wurde dadurch weltweit bekannt.
Daneben übernahm sie Rollen in mehreren großen Produktionen, darunter:
- „Me Before You“ – 2016
- „Solo: A Star Wars Story“ – 2018
- „Last Christmas“ – 2019
- „The Seagull“ am Londoner West End – 2022
Ihre Erkrankung bedeutete somit nicht das Ende ihrer Karriere.
Allerdings dauerte es lange, bis sie sowohl körperlich als auch psychisch mit den Folgen der beiden schweren Eingriffe umgehen konnte.
Emilia Clarke Gesundheit heute
Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass Emilia Clarke aufgrund ihrer damaligen Hirnaneurysmen dauerhaft aus ihrem Beruf ausscheiden musste.
Sie lebt mit den Folgen ihrer früheren Gehirnverletzungen, kann jedoch sprechen, schauspielern und ihren Alltag weitgehend normal bewältigen.
Besonders bemerkenswert ist, dass sie selbst davon gesprochen hat, dass Teile ihres Gehirns nicht mehr vollständig funktionierten, während andere Bereiche offenbar Aufgaben übernommen haben.
Gleichzeitig macht ihre Geschichte deutlich, dass eine erfolgreiche Operation nicht automatisch bedeutet, dass die psychischen Folgen sofort verschwinden.
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Häufig gestellte Fragen zu Emilia Clarke Krankheit
Emilia Clarke hatte zwei Hirnaneurysmen. Das erste riss 2011 und verursachte eine lebensgefährliche Subarachnoidalblutung. Ein zweites Aneurysma wurde ebenfalls 2011 entdeckt und 2013 behandelt.
Im Zusammenhang mit ihrer Hirnblutung 2011 erlitt Clarke schwere neurologische Folgen. Berichte beschreiben die Subarachnoidalblutung auch im Kontext eines Schlaganfalls beziehungsweise einer durch die Blutung verursachten Hirnschädigung.
Das erste Aneurysma riss 2011, kurz nach den Dreharbeiten zur ersten Staffel von „Game of Thrones“.
2013 wurde ihr zweites, bereits 2011 entdecktes Aneurysma behandelt. Während des Eingriffs kam es zu einer schweren Hirnblutung. Deshalb musste Clarke anschließend notfallmäßig am offenen Gehirn operiert werden.
Nach der ersten Hirnblutung litt sie zeitweise unter Aphasie und hatte große Probleme mit Sprache. Ihre Sprachfähigkeit kehrte jedoch zurück, sodass sie ihre Schauspielkarriere fortsetzen konnte.
Clarke hat selbst erklärt, dass Teile ihres Gehirns infolge der Blutungen nicht mehr funktionieren. Trotzdem kann sie sprechen, arbeiten und ihren Alltag ohne schwerwiegende öffentlich bekannte Einschränkungen bewältigen.
Sie berichtete unter anderem von Todesangst, Panik, emotionaler Abschottung, Angst vor einer erneuten Hirnblutung und der Sorge, ihre Arbeit als Schauspielerin nicht mehr ausüben zu können.
Eine aktuelle schwere Erkrankung ist öffentlich nicht bekannt. Die Hirnaneurysmen und Operationen liegen viele Jahre zurück. Clarke spricht jedoch weiterhin über die langfristigen körperlichen und psychischen Folgen dieser Erfahrungen.
SameYou ist eine von Emilia Clarke 2019 gegründete Organisation. Sie setzt sich für eine bessere Rehabilitation und Unterstützung von Menschen nach Hirnverletzungen ein.
Mögliche Warnzeichen sind plötzlich einsetzende extrem starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit, Nackensteife sowie Bewusstseinsstörungen. Bei solchen plötzlich auftretenden Beschwerden ist eine sofortige medizinische Abklärung notwendig.
Fazit: Was steckt hinter Emilia Clarkes Krankheit?
Die Suche nach „Emilia Clarke Krankheit“ führt zu einer außergewöhnlich schweren medizinischen Geschichte.
Die Schauspielerin erlitt 2011 ein gerissenes Hirnaneurysma mit Subarachnoidalblutung und musste lebensrettend operiert werden. Während dieses Krankenhausaufenthalts entdeckten Ärzte ein zweites Aneurysma.
Als dieses größer wurde, sollte es 2013 behandelt werden. Dabei kam es jedoch zu einer massiven Hirnblutung, sodass eine weitere Notoperation am offenen Gehirn notwendig wurde.
Neben zeitweiliger Aphasie und anderen neurologischen Problemen litt Clarke anschließend insbesondere unter Todesangst, Panik und der Sorge vor einer erneuten Hirnblutung.
Trotzdem kehrte sie zu „Game of Thrones“ zurück, setzte ihre Karriere fort und gründete später mit SameYou eine Organisation, die Menschen nach Hirnverletzungen unterstützt.
Ihre Geschichte zeigt deshalb nicht nur, wie gefährlich ein gerissenes Hirnaneurysma sein kann, sondern auch, wie lange körperliche und psychische Genesung nach einer schweren Hirnverletzung dauern kann.
